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Praxis für Zahnheilkunde
Dr. med. dent. Bernd Sperling und Michael Bley


Parodontosebehandlung:

 

Rötung, Blutung und Schwellung des Zahnfleisches sind Alarmzeichen für eine fortgeschrittene Parodontose.

Untersuchungen zeigen, dass bis zu 80 % der Bevölkerung darunter leiden.

Nach dem 40. Lebensjahr gehen durch Parodontose mehr Zähne verloren als durch Karies.

Parodontose beginnt bei den meisten Patienten im Alter von ca. 25 - 30 Jahren:
Zunächst setzt sich Plaque zwischen die Zähne.
Plaque ist ein Biofilm aus ungefähr 35 verschiedenen Bakterienarten, die durch Zusammenkleben verhindern, dass sie in den Magen gespült werden.

Die Plaque beginnt bereits nach kurzer Zeit zu verhärten. Sie nimmt aus dem Speichel Mineralien auf und wird zu einer speziellen Form des Zahnsteins, den sog. Konkrementen.

Spätestens jetzt beginnen die Plaque-Bakterien ihr zerstörerisches Werk:

    - Säurebildung führt zu Karies.

    - Ausscheidungen der Bakterien reizen die Immunabwehr und führen zu
      Zahnfleischentzündungen (Gingivitis), Zahnfleischbluten und Mundgeruch.

    -
    Die fest auf der Wurzeloberfläche sitzenden Konkremente und Krusten wandern weiter
      in den Kieferknochen und zerstören nach und nach den gesamten Zahnhalteapparat (Parodontitis).

                                                

 

Folgende Beschwerden stellen sich ein:

    - Aufbißschmerz
    - starke Kälteempfindlichkeit der Zähne
    - Zahnwanderung
    - Zahnlockerung
    - Zahnverlust

Hinzukommt eine jahrelange, massive Belastung durch die Parodontose-Bakterien und deren Ausscheidungen. So zeigen neuere Untersuchungen, dass bei fortgeschrittener Parodontose das Herz-Kreislauf-Risiko (Herzinfarkt, Schlaganfall) mehr als doppelt so hoch ist, bei Frauen steigt das Fehlgeburts-Risiko, Krankheiten des Bewegungsapparates können ausgelöst werden usw.

 

Behandlung der Parodontose:

a. Taschentiefe unter 4 mm:

Sind noch keine tieferen Zahnfleischtaschen als ca. 4mm entstanden, reicht in vielen Fällen eine Umstellung der Zahnpflegegewohnheiten aus:

Durch eine

Professionelle Zahnreinigung (PZR)

werden zunächst die Konkremente entfernt. Hierbei geht es nicht um eine oberflächliche Zahnsteinentfernung oder die Beseitigung von Verfärbungen mittels Airflow.
Vielmehr steht bei beginnender Parodontose die Entfernung der Konkremente aus den Zahnzwischenräumen im Mittelpunkt der Behandlung.
Unsere speziell ausgebildeten Fachhelferinnen beseitigen dabei mittels feiner Küretten und Ultraschallgeräte sämtliche bakteriellen Ablagerungen und Krusten.
Eine Professionelle Zahnreinigung dauert im Mittel zwischen 45 und 60 Minuten und ist weitestgehend schmerzfrei.

Sind die Wurzeloberflächen nach der PZR sauber, haben Sie die Möglichkeit, durch regelmäßige (tägliche)

Zahnzwischenraumpflege

eine Neubildung von Plaque und Konkrementen weitgehend zu verhindern.
Gelingt Ihnen dies effizient - von uns unterstützt durch spezielle Zahnpasten, Medikamente und Zwischenraumreiniger - wird Ihre Parodontose mit Sicherheit zum Stillstand kommen.

Wichtig ist jedoch, dass sie wissen:

Tägliche, intensive Zahnzwischenraumpflege entfernt maximal 75-80 % der Plaque.

Die restlichen 25 % sitzen in Wurzelgabelungen und Nischen, die für Sie mit Zahnseide und Interdentalraumbürste unerreichbar sind.

Aus diesem Grunde wird Ihre Parodontose nur dann dauerhaft zum Stillstand kommen, wenn

neben der täglichen Zwischenraumpflege 1 - 2 mal pro Jahr eine Professionelle Zahnreinigung

durchgeführt wird, bei die Reste an Plaque und Konkrementen durch eine Fachhelferin sorgfältig entfernt werden.

 

b. Taschentiefe über 4mm:

Sind Ihre Zahnfleischtaschen tiefer als 4mm, ist die Reinigung der Wurzeloberflächen in lokaler Betäubung notwendig.
Verschiedene Medikamente, antibakterielle Gele, Spülungen und Präparate zum Neuaufbau des durch Parodontose zerstörten Kieferknochens werden verwendet.
Die Indikation richtet sich nach dem jeweiligen Einzelfall, wir beraten Sie gerne.

In vielen Fällen kann bei tieferen Taschen ein chirurgischer Eingriff vermieden werden, indem das Zahnfleisch mit einem

Laser

behandelt wird.

Der in unserer Praxis verwendete

Nd:YAG-Laser (Neodym-dotierter Yttrium-Aluminium-Granat-Laser)

ist ein Festkörperlaser, der unter anderem hervorragend dazu geeignet ist, auf der Wurzeloberfläche sitzende Konkremente zu lockern, die Zahl der Parodontosebakterien zu reduzieren und die Taschentiefen zu verringern.
Inwieweit eine Laser-Behandlung für Sie sinnvoll und nutzbringend ist, besprechen Sie bitte mit einem unserer Zahnärzte.

 

 

 

Wir freuen uns, Ihnen helfen zu können.