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Praxis für Zahnheilkunde
Dr. med. dent. Bernd Sperling und Michael Bley


Amalgamsanierung:

Bestimmt haben auch Sie schon gehört, dass Amalgam-Füllungen im Verdacht stehen, unter Umständen sehr ernsthafte Gesundheitsstörungen hervorzurufen.
In letzter Zeit melden sich immer wieder namhafte Wissenschaftler zu Wort und warnen eindringlich vor einer kritiklosen Weiterverwendung des Amalgams.
Aus diesem Grunde wird in unserer Praxis schon seit langen Jahren Amalgam nicht mehr als Regelfüllungsmaterial verwendet.
Dennoch entdecken wir auch heute noch - meist bei Neupatienten - zahlreiche Amalgam-Füllungen in den Zähnen unserer  Patienten. Wir fühlen wir uns daher verpflichtet, Sie über mögliche Risiken dieses Füllungsmaterials aufzuklären.
Im Folgenden wollen wir Ihnen die wichtigsten Fragen zur Amalgamproblematik beantworten.
Falls Sie befürchten, selbst geschädigt zu sein oder weitere Informationen wünschen, vereinbaren Sie bitte an unserer Rezeption einen Gesprächstermin ‘Amalgam’ mit einem unserer Zahnärzte.

Frage 1: Was ist überhaupt Amalgam?

Amalgam besteht etwa zur Hälfte aus Quecksilber, vermischt mit einem Pulver aus Silberspänen, Zinn, Zink und Kupfer.

Diese Legierung ist nach dem Anmischen für einige Minuten zähplastisch und erstarrt dann zu einer druckfesten Metallmasse von silbriger bis grau-schwarzer Farbe.

Die einzelnen Bestandteile des Amalgams gehen eine relativ lockere Verbindung ein, was bewirkt, dass Amalgamfüllungen meist nach einigen Jahren porös oder brüchig werden und erneuert werden müssen.

Bei jeder Erneuerung muss dann häufig wieder bis in gesunde Zahnsubstanz gebohrt werden, so dass die Amalgam-Füllungen von Mal zu Mal größer werden und die Zahnsubstanz letztlich zerstört ist.

Gleichzeit wird vermutet, dass aus Amalgamfüllungen erhebliche Mengen an Quecksilber freigesetzt werden, was unter Umständen sehr ernsthafte Gesundheitsstörungen hervorrufen kann.

Frage 2: Warum hat mir mein Zahnarzt überhaupt Amalgamfüllungen gemacht?

a) Jeder Zahnarzt muss, um Kassenpatienten behandeln zu dürfen, mit den Krankenkassen einen Vertrag abschließen. In diesem mußte sich jeder Zahnarzt bis vor einigen Jahren verpflichten, im Seitenzahnbereich im Regelfall Amalgam-Füllungen zu legen.
Diese Verpflichtung wurde allerdings vor geraumer Zeit durch verschiedene Gerichtsurteile gelockert.

b) Amalgam ist kostengünstig, problemlos zu verarbeiten und hält dem hohen Kaudruck im Seitenzahnbereich oft jahrelang stand.

Frage 3: Welche Alternativen gibt es zum Amalgam?

a) Kunststoff-Füllungen:

In vielen Fällen können Amalgam-Füllungen problemlos durch hochwertige Kunststoff-Füllungen ersetzt werden. Diese Füllungen haben bei sorgfältiger Verarbeitung eine mindestens ebenso lange Liegedauer wie Amalgam-Füllungen.
Problematisch werden Kunststoff-Füllungen allerdings meist dann, wenn sie weit unters Zahnfleisch reichen  oder nahezu die gesamte Kaufläche eines Zahnes ersetzt werden muss.

b) Inlays:

In diesem Fall wird nach dem Entfernen der Amalgam-Füllung von dem Loch in Ihrem Zahn ein Abdruck genommen, die notwendige Füllung in unserem Praxislabor mit höchster Genauigkeit aus Keramik oder Gold angefertigt und mit einem Spezialzement eingesetzt.
Inlays sind die denkbar gesündeste, lanfristigste und haltbarste Füllungsform. Viele unserer Patienten haben ihre Inlays seit mehr als 20 Jahren im Munde.
Inlays sind allerdings sehr aufwändig anzufertigen und damit relativ kostspielig. Einen Zuschuss der Gesetzlichen Krankenkassen gibt es nicht.

c) Kronen:

Ist an einem Zahn bereits eine sehr große Amalgam-Füllung vorhanden, bietet sich als Alternative häufig eine Krone an.
Zu der einfachsten Form einer Krone - gefertigt aus einer Edelstahllegierung - erhalten Sie von Ihrer Krankenkasse bei regelmäßigem Zahnarztbesuch einen Zuschuß von 65 Prozent.
Wesentlich schöner - und bei paßgenauer Anfertigung durch unser Praxislabor von natürlichen Zähnen nicht mehr zu unterscheiden - sind Keramikkronen. Dies gilt insbesondere für Vollkeramik-Kronen aus Zirkon, die sich durch höchste Ästhetik und Verträglichkeit auszeichnen.

Frage 4: Welche Gesundheitsschäden können unter Umständen durch Amalgam entstehen?

Lesen Sie die folgende Liste sehr sorgfältig durch.
Bitte bedenken Sie dabei, dass es zur Zeit kein wissenschaftlich anerkanntes Verfahren gibt, welches einen direkten Zusammenhang zwischen Amalgam und bestimmten Gesundheitsstörungen herstellen kann.
Das bedeutet: Alle geschilderten Beschwerden können durchaus auch andere Ursachen haben. Nach einer Amalgamsanierung müssen Ihre Beschwerden nicht zwangsläufig verschwinden. 

Nach Daunderer können folgende Beschwerden auftreten:                                                        

a) Empfindungsstörungen:

- Metallgeschmack
- Schwindel
- Merkfähigkeit reduziert
- starker Speichelfluß
- Frösteln

b) Stimmungslabilität:

- Depression
- Nervosität
- Reizbarkeit
- Aufbrausen
- Schlaflosigkeit
- Schüchternheit
- Schreckhaftigkeit
- Menschenscheu
- gehetztes Tempo

c) Allgemeine Schwäche

- Ermüdung
- Energielosigkeit
- Gewichtsverlust

d) Zittern:

- an Augenlidern
- an der Zunge
- verstärkt bei beabsichtigten Bewegungen (Intentionstremor)
- Zitterschrift
- Mundzuckungen
- Sprechen stammelnd

e) Schmerzen:

- Kopfschmerzen (Migräne)
- Bauchschnmerzen
- Mund-Rachen-Magenschmerzen
- Gelenkschmerzen

f) Manifeste Erkrankungen:

- Allergie
- Hautekzeme
- Asthma
- Infektanfälligkeit
- Schnupfen, hartnäckiger
- Nasennebenhöhlenentzündung
- Haarausfall
- Zahnfleischentzündung
- Zahnausfall
- Mundschleimhaut kupferfarben
- blauvioletter Saum an den Zähnen
- Bronchitis
- Lungenentzündung
- viel/kein Urin
- niedriger Blutdruck
- Herzrhythmusstöungen
- Haarausfall
- Sehstörungen
- Leberschäden
- Nierenschäden
- Blutarmut, hypochrome

Frage 5: Wie geht ein Amalgam-Austausch vor sich und welche Kosten entstehen mir dabei?

Falls Sie sich mit dem Gedanken eines Amalgam-Austausches beschäftigen, vereinbaren Sie bitte an unserer Rezeption einen Beratungstermin ‘Amalgam’.

Bei diesem Beratungstermin wird zunächst festgestellt, wie dringend eine Amalgam-Sanierung bei Ihnen durchgeführt werden sollte.

Weiterhin muß für jeden amalgam-gefüllten Zahn einzeln festgelegt werden, welche Alternative für Sie die beste ist und welche Kosten Ihnen dabei entstehen.

Sehr wichtig ist es auch, zu entscheiden, ob bei Ihnen spezielle Schutzmaßnahmen beim Entfernen des Amalgams ergriffen werden müssen, da die höchste Quecksilberbelastung beim Herausbohren der Füllungen entsteht.

Auch muss die zeitliche Abfolge der Sanierung geklärt werden - bei nicht zu gravierenden Beschwerden sollte in etwa einmal pro Jahr ein Quadrant saniert werden.

Letztlich muss darüber nachgedacht werden, inwieweit nach erfolgter Sanierung eine Schwermetallausleitung bei Ihnen notwendig sein könnte.
  

 

Wir freuen uns, Ihnen helfen zu können.